Diakonie Neuendettelsau

Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Diagnose- und Förderklassen (DFK) – Grundlagen

Bei der Diagnose- und Förderklasse ist im Namen schon das Konzept beinhaltet: Es geht darum, Kinder auf Grundlage von Diagnostik, möglichst individuell, also auf ihren Lernstand, den vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten bezogen, zu fördern.

Grundlage der Diagnose- und Förderklasse ist der Lehrplan der ersten beiden Grundschuljahre

Der Stoff dieser ersten beiden Jahre ist auf 3 Jahre verteilt. Dabei liegt gerade im ersten Schuljahr ein großer Schwerpunkt auf basalen, grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie auf der Eingewöhnung in schulisches Lernen.

Für wen ist die Diagnose- und Förderklasse gedacht?

Gedacht ist die Diagnose- und Förderklasse für Kinder, die bei einer Einschulung in die Grundschule überfordert wären.

Verschiedene Gründe dafür sind möglich:

  • Die kognitiven Fähigkeiten entsprechen noch nicht den Regelanforderungen. Das Kind tut sich also beim Lernen so schwer, dass ein erfolgreicher Start an der Allgemeinen Schule nicht zu erwarten ist.
  • Ein Kind weist in einem oder mehreren Wahrnehmungsbereichen: Sehen, Hören, Tasten, Körperwahrnehmung,…erheblichen Förderbedarf auf
  • Es sind Entwicklungsverzögerungen im sprachlichen Bereich vorhanden.
  • Der sozial-emotionale Entwicklungsstand ist noch nicht altersgemäß. Das gilt für besonders schüchterne Kinder genauso wie für Kinder, die sich nur schwer in eine Gruppe einfügen, oder für Kinder, die aus verschiedensten Gründen mehr individuelle Zuwendung benötigen.

Es besteht also insgesamt ein Förderbedarf, der nicht an einer Regelschule, auch unter Einbeziehung des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes, abgedeckt werden kann und der auch keine Überweisung an eine Förderschule mit anderen Förderschwerpunkten erforderlich macht (z.B. Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören/ Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen) oder aber auch an eine Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung oder eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Was bedeutet individuelle Förderung?

Individuelle Förderung findet statt durch:

  • kleinere Klassen (ca. 12 – 14  Kinder) bzw. Teamteaching mit zwei Klassen und zwei Lehrerinnen
  • ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen
  • Entwicklung der Zahlvorstellung und der Rechenfähigkeiten bei der Arbeit mit Anschauungsmaterialien
  • Kurssystem in Mathematik und Deutsch
  • Anbahnung selbstständigen Lernens durch  Wochenplan- und Freiarbeit
  • mehr Zeit
  • klassenübergreifende Projekte
  • Förderunterricht in Kleingruppen

Was kommt nach der Diagnose- und Förderklasse?

Nach der Diagnose- und Förderklasse wird gemeinsam mit den Eltern beraten, ob ein Kind an der Allgemeinen Schule weiter lernen kann. Aber auch die Möglichkeit eines Verbleibs am Förderzentrum mit Unterricht nach dem Grundschullehrplan oder dem Rahmenlehrplan mit dem  Förderschwerpunkt Lernen werden erörtert, wenn dabei individuell bessere Lernmöglichkeiten bestehen.

Die Entscheidung über den weiteren Lernweg des Kindes liegt bei den Eltern. Beratung dazu wird von der Schule angeboten.

Kontakt:

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Leitung: Ulrike Hahn
Rügländer Str. 1b
91522 Ansbach

Tel.: 09 81 / 48 22 88-0
Fax: 09 81 / 48 22 88 -11

E-Mail: Foerderzentrum.Ansbach​ (at) ​diakonieneuendettelsau.de

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