Diakonie Neuendettelsau

Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Teamteaching in der DFK

Im Schuljahr 2012/13 werden die Klassen 1A und 2 teilweise jahrgangsübergreifend im Team unterrichtet; für die Klassen 1 wird der Unterricht im Teamteaching angebahnt. 

Das bedeutet, dass jeweils zwei Klassen zu einer Lerngruppe zusammengenommen werden. Derzeit befinden sich zwischen 22 bzw. 26 Schülern in der Gruppe.

Aber: Diese Lerngruppe wird gemeinsam von den beiden Klassenlehrerinnen unterrichtet.

Damit sind immer zwei Lehrerinnen für die Klasse zuständig, für die Arbeit stehen zwei Klassenzimmer und der dazwischen gelegene Gruppenraum zur Verfügung.

Wie funktioniert Teamteaching?

Beispiel Stuhlkreis
Beispiel Erklärungen an der Tafel
  • Beispiel Stuhlkreis:
    beide Lehrerinnen sitzen nebeneinander. Eine arbeitet federführend, die andere beobachtet Kinder, greift regulierend ein, ...

  • Beispiel Erklärungen an der Tafel:
    Ähnlich wie im Stuhlkreis: Eine Lehrerin erklärt für alle, die andere hilft Einzelnen, beobachtet, erfasst Verständnis- und Verhaltensprobleme, wendet sich unmittelbar dem Kind zu...

  • Beispiel Wochenplan oder Arbeit an Stationen:
    hier findet individuelle Erklärung statt, wo sie gerade nötig ist. Wenn ein Kind intensivere Hilfen braucht, ist nur eine Lehrkraft gebunden, die andere ist für den Rest der Klasse verfügbar.

  • Beispiel äußere Differenzierung:
    Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt, die von jeweils einer Lehrerin unterricht wird. Hierbei kann eine Einteilung nach Leistung (z.B. in Mathematik), nach Interessen (z.B. bei der Vorbereitung einer Feier), nach Verhalten (manche Kinder bevorzugen ruhigere Unterrichtsformen, andere benötigen mehr Bewegung), nach Freundschaften oder nach anderen passenden Kriterien vorgenommen werden. 

  • Beispiel Elternarbeit:
    Ideal wäre es, da zwei Lehrerinnen die Kinder unterrichten, diagnostizieren und fördern, auch alle Elterngespräche gemeinsam zu führen. Leider ist das aufgrund der intensiven Art der Elternarbeit, die wir leisten wollen, nicht möglich, so dass wir viele Gespräche getrennt führen. Dabei haben wir Bezugskinder, was aber im Alltag für die Kinder kaum eine Rolle spielt.

Wozu ist Teamteaching gut?

Vorteile für die Kinder

  • Diagnostik, Förderung und Schullaufbahnentscheidungen haben eine breitere Grundlage, da die beiden Lehrerinnen im Team sich im ständigen Austausch über die einzelnen Kinder befinden.

  • Die Kinder kennen sich. Dadurch ist eine Einteilung in Gruppen, aber auch eine spätere neue Klassenaufteilung leichter.

  • Die Kinder haben mehr Auswahl in ihren Freundschaften.

  • Störungen können behoben werden, ohne dass die ganze Klasse unterbrochen wird (z.B. wenn es einen Konflikt in der Pause gab oder wenn ein Kind individuelle Hilfe braucht.)

  • Grundsätzliches Prinzip: Beobachten und helfen

  • Eine positive Beziehung zwischen Erwachsenen, auch mit Absprachen und unterschiedlichen Meinungen, wird vorgelebt.

Vorteile für die Lehrerinnen

  • Ressourcennutzung: Jede kann ihre Stärken einbringen.

  • Gegenseitiges Lernen: Dabei kann die Verschiedenheit als Bereicherung erlebt werden.

  • Viele Ideen sind zu zweit leichter zu verwirklichen.

  • Entlastung durch gemeinsamen Austausch

  • Professionalisierung der Arbeit durch gegenseitige Hospitation

Ausblick

Wir wollen die Arbeitsform des Teamteachings auf alle Fälle weiterentwickeln. Bedingung dafür ist jedoch, dass sich immer wieder funktionierende Tandems finden und sich das Vorhaben schulorganisatorisch verwirklichen lässt.

Eine solche Zusammenarbeit, die weit über den Austausch von Unterrichtsmaterial hinausgeht, kann nicht von oben angeordnet werden. Zu sehr spielen dafür persönliche Faktoren wie Sympathie, Wertschätzung, Vertrauen, Unterrichtsstil oder das eigene Menschenbild eine Rolle.

Gleichzeitig darf Teamteaching nicht zu einem Sparmodell verkommen, bei dem immer wieder oder gar fest eingeplant eine Lehrerin alleine für die Großgruppe zuständig ist. Es darf nicht vergessen werden, dass es sich von der Konzeption des Förderzentrums her grundsätzlich um zwei Klassen handelt und dass diese beiden Klassen auch in der Großgruppe das Anrecht auf die entsprechenden personellen und räumlichen Ressourcen haben.

Kontakt:

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Leitung: Ulrike Hahn
Rügländer Str. 1b
91522 Ansbach

Tel.: 09 81 / 48 22 88-0
Fax: 09 81 / 48 22 88 -11

E-Mail: Foerderzentrum.Ansbach​ (at) ​diakonieneuendettelsau.de

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