Diakonie Neuendettelsau

Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Was ist das Besondere an den SDW-Klassen?

Als Sonderpädagogische Diagnose- und Werkstattklassen werden an der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule die Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 bezeichnet.

Den Schwerpunkt der erziehlichen und unterrichtlichen Arbeit bildet die Berufs- und Lebensorientierung – BLO der Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel der beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung .

Arbeitsbedeutsame Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, kommunikative Kompetenzen, Lernstrategien, Verantwortungsbewusstsein usw. sollen den Schülerinnen und Schülern vermittelt werden, zur Förderung der Entwicklung einer individuellen Lebensperspektive.

Inhalte pädagogischen Handelns sind:
Kontinuierliche Diagnose geleitete individuelle Förderung der Gesamtpersönlichkeit an schulischen und außerschulischen Lernorten.

1.Weiterentwicklung der schulischen Praxis – Berufs- und Lebensorientierung / BLO-Projekte

Im Rahmen des BLO-Unterrrichts finden außerordentliche Projekte mit Handwerksmeistern aus unterschiedlichen Berufsfeldern statt, die den Schülerinnen und Schülern Einblick gewähren in die berufliche Praxis. An Berufsfeldern sind in diesem Schuljahr der Koch, der Gärtner, der Maler, der Schreiner, der Elektriker und der Altenpfleger vertreten.

Beispiel:

Projekt im Rahmen des BLO- Unterrichtes mit Herrn Schuster (Koch)

Im Rahmen des BLO-Unterrichtes besuchte uns Herr Schuster und zeigte uns das fachgerechte zerkleinern von Gemüse.

Er zeigte uns, wie man Gemüse in feine Würfel schneidet für ein Tabouleh, Gemüse tourniert beides als Beilage zu Rinderfilet und –steak und feine Streifen – Julienne – als Suppeneinlage. 

Gewürfelt wurden folgende Gemüsesorten:
Lauch, Karotten, Paprika, Sellerie, Zwiebeln.

Julienne:
Lauch, Karotten, Sellerie und anschließend blanchiert.

Tourniert:
Kohlrabi > Monde
Zucchini > Blätter
Champignons > Köpfe spiralig eingeschnitten 
anschließend alles in Butter geschwenkt.

2. Betriebspraktika

In den Klassen 8 und 9 der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule leisten die Schülerinnen und Schüler mehrwöchige Betriebspraktika in Handwerksbetrieben im Umkreis ab.  

Die Praktikumsstellen werden von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgesucht. Die Praktika sollen den Schülerinnen und Schülern Einblick in die reale Arbeitswelt und den Arbeitsalltag geben und ihnen helfen, einen für sie geeigneten Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.

In der Orientierungsphase können die Schülerinnen und Schüler eine Praktikumsstelle nach ihrer Wahl suchen, um dort erste Einblicke zu gewinnen. In der Individualisierungsphase sollten sie einen Betrieb aussuchen, der ihren individuellen Fähigkeiten und Neigungen entspricht und ihnen das Berufsfeld, in dem sie später einmal arbeiten möchten, eingehender erschließt.

Sind weitere individualisierende Praktika nötig, so können einzelne Schülerinnen und Schüler diese zusätzlich ableisten.

Bilder aus dem Praktikum (klicken zum vergrößern):

3. Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung

Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung sind schulische Programme für unsere Oberstufenschülerinnen und –schüler, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesinstitut für Berufsbildung gefördert werden.
Solche Maßnahmen können sein:

Modul A: Karrierecamp 

Zielsetzung 

Die Schülerinnen und Schüler 

  • erweitern ihr individuelles Repertoire an berufsrelevanten sozialen und personalen Kompetenzen 
  • erstellen eine individuelle Bewerbungsmappe auch auf der Grundlage bereits vorhandener Unterlagen 
  • informieren sich über das regionale Ausbildungsangebot mit Hilfe geeigneter Medien und Materialien (z. B. www.planet-beruf.de, Berufe-UNIVERSUM) 
  • lernen Unterstützungssysteme im Übergang Schule - Beruf kennen und stellen eine Möglichkeit für ein individuelles Netzwerk dar 
  • setzen angemessenes Verhalten in Bewerbungssituationen ein (Vorstellungsgespräch, Telefonat mit dem Betrieb,…) 
  • reflektieren ihr Verhalten z. B. mit Hilfe von Fremd- und Selbsteinschätzungsbögen 

Schwerpunktsetzung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund: 

  • beschreiben die Bedeutung der sprachlichen Kompetenz und der nonverbalen Kommunikation im Bewerbungsprozess 
  • bewältigen berufsrelevante Sprach- und Sprechsituationen 

Modul B: BerufsorientierungsCamp (BO-Camp) 

Zielsetzung 

Die Schülerinnen und Schüler 

  • erweitern ihr individuelles Repertoire an berufsrelevanten sozialen und personalen Kompetenzen 
  • wenden Problemlösestrategien in berufsrelevanten Situationen an und steigern ihre Teamfähigkeit 
  • benennen ihre persönlichen Stärken und Fähigkeiten im Hinblick auf ihre berufliche Orientierung 
  • beschreiben die beruflichen Anforderungen an Auszubildende in Betrieben 

Schwerpunktsetzung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund: 

  • bringen sich in die gegebenen Situationen sprachlich angemessen ein („Berufssprache“)

Modul C: Schülerübungsfirma 

Zielsetzung

Die Schülerinnen und Schüler 

  • planen und führen Arbeitsprozesse durch 
  • erwerben Schlüsselqualifikationen und erweitern ihre Sozial- und Personalkompetenz 
  • stellen das Organisationsgefüge einer betrieblichen Struktur dar 
  • reflektieren ihr Arbeitsverhalten, den Arbeitsprozess und ihre Arbeitsergebnisse 
  • beschreiben einfache betriebswirtschaftliche Zusammenhänge:

Modul D: Schülerpraxiscenter 

Zielsetzung 

Die Schülerinnen und Schüler 

  • führen erste (Variante 1) bzw. grundlegende (Variante 2) Tätigkeiten in drei ausgewählten Berufszweigen „Wirtschaft, Handel, Dienstleistung“, „Handwerk, Technik“ und „Hauswirtschaft, Soziales“ aus 
  • reflektieren ihre Erfahrungen aus den praktischen Tätigkeiten und stellen einen Bezug zu eigenen Fähigkeiten und Stärken her 
  • erweitern ihre personalen und sozialen Kompetenzen 
  • diskutieren die individuellen Rückmeldungen und formulieren individuelle Kompetenzziele

Kontakt:

Sonderpädagogisches Förderzentrum Ansbach

Leitung: Ulrike Hahn
Rügländer Str. 1b
91522 Ansbach

Tel.: 09 81 / 48 22 88-0
Fax: 09 81 / 48 22 88 -11

E-Mail: Foerderzentrum.Ansbach​ (at) ​diakonieneuendettelsau.de

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